Willkommen bei Vox Musica

UNSERE SOLISTINNEN
UND SOLISTEN

Wir stellen Euch die Solistinnen und Solisten des Oratoriums "GABRIEL - im Auftrag des Herrn" vor. Da wir alle Rollen doppelt besetzt haben, werden Euch Gabriel, Maria und all die anderen in dieser Rubrik zweimal begegnen. Um sich und ihren Part zu präsentieren, haben alle Sängerinnen und Sänger einen Fragebogen beantwortet. Heute ...

 

GOTT

Name? Gerald Reichenbach

Stimmlage?
Nun ja … eigentlich Bariton, aber seit langem  Bass 2, aber war auch schon Tenor 2.

Seit wann singst Du bei Vox Musica?
So genau festmachen kann ich das gar nicht, aber sehr wahrscheinlich seit 1987.

Deine Rolle?
Gott … was soll nach Prinz auch sonst noch kommen!? ;-

Kannst Du Deine Figur kurz vorstellen?
Im Oratorium hat Gott nur zwei kleine Stellen und die erste ist eher reumütig, denn er hat kein Glück mit den Menschen und ist auch nicht zufrieden mit dem Menschen, den er geschaffen hat. Aber wohl auch mit sich selbst, denn statt zu erschaffen zerstört er immer wieder alles. Der „Menschenhandel“ um Leben und Tod mit Abraham lässt ihn auch noch unglücklich erscheinen, aber irgendwie hat er keine Durchsetzungskraft. Eigentlich erwartet man doch von einem Gott, dass er über alles erhaben ist, aber im Oratorium wird er m.E. eher als ein glückloser Mensch dargestellt.

Was sagt Dir die biblische Person?
Gott ist die oberste Instanz in der Religion und im christlichen Glauben besteht diese Figur aus drei Teilen (Trinität). Gott wird als der Erlöser, aber auch als oberster und nicht immer gütigster Richter genannt. Irgendwie eine überirdische  „Figur“ mit „magischer“ Macht und doch manchmal hilflos wirkend.

Worin liegt für Dich die besondere gesangliche Herausforderung bei „Gabriel – im Auftrag des Herrn?“
Die Synkopen und die rhythmisch nicht immer einfachen Einsätze, sowie die .vielen Tonartwechsel fordern meine ganze Konzentration. Auch der Tonumfanng in meiner Rolle von etwas mehr als zwei Oktaven geht an meine Grenzen

Hast Du schon einmal als Solist auf der Bühne gestanden?
Schon mehrfach: Toni (WestSideStory), Herzog Max-Josef (Elisabeth), Alfred (Tanz der Vampire), Pilatus (Jesus Christ), Sir Mondragon (Eginhard & Imma), einer der drei Betrunkenen (Paris).

Warum sollten Freundinnen/Freunde geistlicher Musik die Uraufführung nicht versäumen?
Es sind schöne Musikstücke, die den geistlichen Text umhüllen, und es lohnt sich, diese anzuhören.

 

 

MARIA

Name? Nadja Rausch

Stimmlage? Sopran 1

Seit wann singst Du bei Vox Musica?
Seit etwa eineinhalb Jahren

Deine Rolle? Maria

Kannst du Deine Figur kurz vorstellen? Was sagt Dir die biblische Person?
Naja, sie ist Maria - die Mutter Gottes. Was soll man da noch groß zu sagen. Sie hat ihre Selbstzweifel überwunde und Ja zu Gott gesagt.

Worin liegt für Dich die besondere gesangliche Herausforderung?
Vor allem aus mir herauszukommen. Ich sterbe nämlich immer vor Aufregung und will gerade die hohen Töne nicht verhauen, dadurch blockiere ich mich manchmal selbst.

Hast Du schon einmal als Solistin auf der Bühne gestanden?
Ja, habe ich. Witzigerweise hatte ich mein erstes Solo bei Thomas Gabriel im Kinderchor mit dem Lied „Gabriel to Mary came“.

Warum sollten Freundinnen/Freunde der geistlichen Musik die Uraufführung nicht versäumen?
Ich denke nicht nur Freunde geistlicher Musik, sondern allgemein Freunde der Musik sollten sich anhören, was Thomas wieder gezaubert hat. Es ist genau das Richtige in der stressigen Weihnachtszeit um einfach innezuhalten und schöne Musik zu genießen.

 

 

 

Das Interview

Gespräch im Klostergarten: Tobias Schwab interviewt Thomas Gabriel. (Foto: M. Bergmann)

 

„Engel begleiten mich durch mein Leben“
Komponist Thomas Gabriel über sein neues Oratorium, die Bedeutung geistlicher Orte, den unkaputtbaren Bach und den Seligenstädter Chor Vox Musica

Zum Interview treffen wir uns im Musikzentrum St. Gabriel in Hainstadt - jener Ort, an dem Karmelitinnen mehr als 65 Jahre ein kontemplatives Leben im Gebet führten. Hier wirkt Thomas Gabriel seit 2016 als Kantor für Neue Geistliche Musik. "St. Gabriel beflügelt" lautet das Motto des Hauses - vor allem auch den musikalischen Leiter selbst, der stets mehrere Projekte am Laufen hat.

Thomas Gabriel, heute schon komponiert?
Nein, am Vormittag war ich im Büro, habe Mails beantwortet und Projektstapel geordnet.

Gehen einem Komponisten nicht ständig Melodien durch den Kopf?
Das stimmt. Sogar wenn ich morgens aufwache, habe ich oft den Eindruck, ein Nachtkonzert erlebt zu haben.

Schreibst Du das dann am Morgen gleich auf?
Tatsächlich ist es so, dass mir die besten Kompositionen gelingen, wenn andere noch schlafen. Wenn etwas Größeres ansteht, bin ich dann sehr früh wach, um diese Stimmung, die ich nachts durchlebt habe, zu nutzen. Und dann fließt es eigentlich immer.

Wir sind hier im Musikzentrum St. Gabriel, einem ehemaligen Kloster der Karmelitinnen, in dem Du nun als Musiker arbeitest. Was bedeutet Dir dieser Ort?
Ich liebe spirituelle Orte und war deshalb auch sehr gerne an der Basilika in Seligenstadt tätig. Man merkt auch St. Gabriel an, dass hier viel gebetet wurde. Solche geistlichen Orte haben eine viel größere Bedeutung als oft vermutet wird. Wenn sie aufgegeben werden, geht vielen Menschen eine Mitte verloren. Deshalb ist es so wunderbar, dass die Kapelle auch nach dem Wegzug der Ordensschwestern erhalten werden konnte und St. Gabriel als Zentrum für geistliche Musik eine neue Funktion bekommen hat.

Hier hast Du jetzt die Komposition „Gabriel – im Auftrag des Herrn“ vollendet, ein Werk für den Seligenstädter Chor Vox Musica. Thomas Gabriel, das Musikzentrum St. Gabriel und nun das  Oratorium „Gabriel“. Was kommt da zusammen?
Es ist schon witzig, dass ich jedem Erstkontakt erklären muss, dass der Name des Musikzentrums keinem Größenwahn meinerseits entspringt und das Haus nicht nach mir benannt ist. Aber im Ernst: Das Oratorium "Gabriel" betrifft mich schon mehr, als ich zu Beginn dachte. Engel begleiten mich durch mein Leben. Schon vor etwa 20 Jahren habe ich im Auftrag von Kardinal Lehmann die CD „Mein Engel“ gemacht. Und als ich mich zum Ende meiner Zeit als Kirchenmusiker in Saarbrücken nach einer neuen Stelle umgeschaut habe, kam ich nach Seligenstadt und sah „Gabriel“ auf dem Engelsturm der Basilika stehen und auch auf der Klostermauer. Da hab ich mir gedacht: Das ist doch jetzt ein Zeichen. Die Idee, „Gabriel“ nun ein eigenes Werk zu widmen, ergab sich dann im vergangenen Jahr in einem Gespräch mit Martin Bergmann.

„Gabriel – im Auftrag des Herrn“ ist ein Oratorium. Erklär' uns doch kurz diese musikalische Form.
Oratorien haben grundsätzlich immer geistliche Inhalte. In diesem Begriff steckt das lateinische Verb  orare (beten). Es handelt sich also eigentlich um ein musikalisches Gebet. Im Unterschied zum Musical ist ein Oratorium kein Theaterstück, es gibt also keine szenische Handlung auf der Bühne. Meistens sind Oratorien großformatig angelegt, also für Chor, Solisten und Orchester – und in meinem Fall für Orchester und Band.

Du hast auch den Text für „Gabriel – im Auftrag des Herrn“ verfasst. Welche Erfahrungen hast Du beim Schreiben gemacht?
Ich hab schon vor zehn Jahren begonnen, auch selbst zu schreiben, weil ich oft nicht glücklich war mit Texten, die ich mir gewünscht, aber nicht bekommen habe. Mein erstes Libretto war die „Heimatmesse“. Da hab' ich gemerkt, dass das eigentlich ganz gut geht. Der Text für „Gabriel – im Auftrag des Herrn“ war für mich eine besondere Herausforderung. Die Geschichte versucht zu zeigen, was ein Engel ist. Mir war wichtig zu erklären, dass der christliche Glaube zum Leben nicht noch irgendwie dazukommt, sondern dessen integraler Bestandteil ist.

Kannst Du uns die Handlung von „Gabriel – im Auftrag des Herrn“ skizzieren?
Jeder kennt wahrscheinlich die Verkündigungsszene aus dem Neuen Testament. Der Engel kommt zu Maria und sagt ihr, dass sie auserwählt sei, Gott auszutragen. Ich habe diese Szene weitergesponnen. Maria fragt den Engel: Warum ich? Ich bin jung, nicht besonders gebildet … Und Gabriel antwortet: Du bist nicht Gottes erster Versuch, sondern sein letzter! Der Engel erzählt dann, wie Gott versucht hat, die Menschheit zu retten. Und das geht von Noah, der großen Flut, über die großen Propheten bis dahin, dass er sich ganz klein macht und selbst Mensch wird.

Du spielst auch auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen an, wenn es etwa in der Szene „Sodom und Gomorra“ heißt: „Alles was geordnet sie noch gestern, wird gefressen von der Gier ...“  An was hast Du da vor allem gedacht?
An Banken und Börsen, konkret an Frankfurt City. Ich kenne viele clevere Leute, die mit Aktiengeschäften eine Menge Geld machen. Ich frage mich dann immer, wo kommt dieses Geld eigentlich her? Das muss doch irgendjemandem weggenommen werden! Dieses unersättliche Verlangen, wenn man alles hat, noch mehr haben zu wollen, das verstehe ich nicht. Und leider gibt es diese dramatischen, schrecklichen Szenen aus dem Alten Testament auch heute noch. Man muss nur einmal die Augen öffnen. Die Welt ist nicht besser geworden. Die Story ist noch immer die Gleiche.

Wie ist das beim Texten – denkst Du, hörst Du die Melodie dabei immer schon mit?
Das sind eigentlich zwei voneinander unabhängige Schaffensprozesse. Beim Texten achte ich allerdings darauf, dass das Versmaß mir danach keine Probleme bereitet.

Wie geht eigentlich Komponieren? Wartest Du da auf den Moment der Inspiration oder hat das mehr mir Disziplin und Tagesstruktur zu tun?
Ich muss den Kopf frei haben. Die kreative Kraft, kommt dann, wenn ich Ruhe finde. Im Moment habe ich gerade Großveranstaltungen zu organisieren, da kann ich keine Noten schreiben. Aber ich gewinne Energie in Momenten, wo man es nicht vermuten würde. Wenn ich zum Beispiel nach einem langen Tag noch ein Trio-Konzert zu spielen habe, dann kann ich dabei richtig auftanken. Oder wenn eine Chorprobe richtig gut läuft. Ich gebe Energie rein – und komme mit mehr Kraft heraus. Das ist ja eigentlich ein Paradoxon.

Du hast Dich als Kirchenmusiker viel mit Johann Sebastian Bach beschäftigt. Wie viel Bach steckt in Thomas Gabriel?
An der Börse würde man sagen: Er ist der Haupteigner und hat bestimmt mehr als 50 Prozent der Anteile.

Was hast Du von Bach gelernt?
Musik zu schreiben, die unkaputtbar ist. Du kannst Musik von Bach nicht kleinkriegen. Die ist so gut gebaut, dass du sie mit Synthesizer interpretieren, verpoppen oder Jazz darüber spielen kannst. Weil die Struktur so dicht ist. Das geht längst nicht mit allen Komponisten. Beethoven und Chopin haben auch geniale Melodien. Aber in dem Moment, wo du beginnst, sie zu bearbeiten, verlieren die Melodien ihre Gestalt. Bei Bach stimmt es in allen Bereichen, er legt in seinen Werken den ganzen Organismus von Musik frei. Du siehst die Hauptmelodie, aber auch glasklar, was darunter passiert. Das versuche ich zumindest auch in meinen Kompositionen.

Du bist nicht nur der kirchenmusikalischen Tradition verbunden, sondern spielst in Deinen Werken auch mit Elementen des Pop und Jazz. Welche Idee steht dahinter?
Das war eine ganz frühe Erfahrung in meinem Leben: Ich habe viele Orgelkonzerte gegeben, die immer mit großem Respekt honoriert wurden. Als  ich dann mit meinem Trio die gleiche Musik im Jazzstil gespielt habe, kam viel mehr Resonanz – da war Liebe, Begeisterung, Kommunikation. Die Musik kam bei den Leuten an, sie haben plötzlich begonnen, die Musik zu verstehen. Obwohl ich in meinen Augen eigentlich das Gleiche gespielt habe. Die Sprache der Popmusik ist eben die Sprache unserer Zeit. Und wenn es mit ihr gelingt, die Inhalte der Musik von Bach oder meiner Musik an die Menschen zu bringen, dann ist das doch gut.

Im Dezember wirst Du bei „Gabriel – im Auftrag des Herrn“ selbst in die Tasten greifen. Wie ist das für Dich, Teil der Uraufführung eines eigenen Werkes zu sein?
Sehr spannend jedenfalls. Ich würde das nicht bei jedem Chor machen. Bei Vox Musica weiß ich aber, auf welch hohem Niveau sich das abspielt. Und wenn ich selbst am Klavier sitze, kann ich vieles, was nicht in der Partitur steht, noch einmal herausarbeiten. Den Klavierpart gibt es zwar in den Noten, aber ich werde da bestimmt ganz andere Dinge spielen.

Das Oratorium wird von Orchester und Band begleitet. Auf was kam es Dir bei der Instrumentierung an?
Auf die Farbigkeit. Die Orchestrierung ist für mich wie eine Farbpalette. Klar, man könnte auch nur die klassischen Farben Bläser und Streicher nehmen. Oder aber wie Gustav Mahler einfach mal alles ins Orchester setzen, was es so an Instrumenten gibt. Aber das Budget ist ja nicht unbegrenzt. Also kommt es darauf an, kreativ zu sein und reizvolle Klangbilder zu erzeugen. Mit Harfe, Akkordeon oder Englischhorn, die bei „Gabriel – im Auftrag des Herrn“ zum Einsatz kommen, lassen sich tolle, effektvolle Farbmischungen herstellen.

„Gabriel – im Auftrag des Herrn“ ist nicht Deine erste Co-Produktion mit Vox Musica. Wir erinnern uns an das gefeierte Seligenstadt-Musical „Eginhard und Imma“. Was verbindet Dich mit diesem Chor?
Ganz grundsätzlich schätze ich Seligenstadt sehr, diese großartige Stadt mit einem bunten bürgerlichen Engagement in vielen Bereichen. Das kulturelle und musikalische Leben mit Chören und Orchestern ist einzigartig. Dieses kulturelle Netzwerk ist für mich als Kirchenmusiker und Komponist von großer Bedeutung. Und in diesem Geflecht ist Vox Musica ein ganz besonderer Knotenpunkt. Ich kenne den Chorleiter Christoph Dombrowski schon lange. Er ist ein großartiger Musiker, der meine Kompositionen einfach gut versteht. Und dann singen bei Vox Musica natürlich viele Freundinnen und Freunde von mir.

(Interview: Tobias Schwab)

 

Karten für die Aufführungen am Samstag, 28. Dezember, um 18 Uhr sowie am Sonntag, 29. Dezember, um 14.30 Uhr und 19 Uhr sind in Seligenstadt bei der Tourist-Info, bei Der Buchladen und bei Geschichten*reich sowie in der Hainburger Bücherstube Klingler zu haben. Die Tickets kosten 20 Euro für Erwachsene, 15 Euro für Schüler/innen und Studierende sowie 10 Euro für Kinder bis 12 Jahre. Karten können auch per Mail bestellt werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.  

 

 

 

 

 

URAUFFÜHRUNG MIT VOX MUSICA
Öffentlicher Vorverkauf hat begonnen 

Seligenstadt. „Begeisterung und Vorfreude wachsen von Woche zu Woche“, sagt Martin Bergmann, Musik-Vorstand von Vox Musica. Gerade erst ist der Seligenstädter Chor von einem intensiven Probenwochenende in Bad Soden-Salmünster zurückgekehrt. Dort hat Christoph Dombrowski, Chef am Dirigenten-Pult, mit den rund 60 Sängerinnen und Sängern intensiv an „Gabriel – im Auftrag des Herrn“ gearbeitet und auch erstmals die Solisten in die Proben einbezogen. Denn schon Ende Dezember wird Vox Musica das neue Oratorium von Thomas Gabriel in der Seligenstädter Kirche St. Marien uraufführen.

Das Stück ist ein Auftragswerk, das Gabriel – Komponist zahlreicher gefeierter geistlicher Musicals und Oratorien – für Vox Musica geschrieben hat. Auch der Text des biblischen Stoffes stammt aus seiner Feder. In der Eröffnungsszene erscheint Gabriel Maria und verkündet ihr, dass sie die Mutter Gottes werden soll. Maria kann es nicht fassen und fragt: „Warum gerade ich - findet Gott nicht Klügere, Reichere, Bedeutendere?“ Der Engel erzählt ihr dann, was Gott mit den Menschen schon versucht hat, wie sie dennoch immer wieder in die Irre liefen. In den folgenden Szenen treten dann Noah, Abraham, Lot, Daniel, Johannes, Elisabeth und Gott auf. Solistische Parts, die Vox Musica allesamt aus den eigenen Reihen besetzt.

Die Botschaft des Oratoriums ist dabei keineswegs von gestern. Thomas Gabriel stellt in seinem Stück auch aktuelle gesellschaftliche Bezüge her. In der Szene „Sodom und Gomorra“ spielt er beispielsweise auf die unersättliche Gier der Menschen heutzutage an, greift das Bild von „Bulle und Bär“ auf, das als Symbol der Börse auch für die Auswüchse der Finanzbranche steht. „Man muss nur die Augen öffnen“, sagt Gabriel. „Die Welt ist nicht besser geworden. Die Story ist im Grunde noch immer die gleiche.“

Kompositorisch hat der Seligenstädter wieder alle Register gezogen – fordert dabei Chor und Solisten auch in rasend schnellen und chromatischen Tonfolgen heraus, schafft mit Chorälen und Variationen von Popmelodien den typischen Gabriel-Sound, in den phasenweise auch die Zuhörer einstimmen dürfen. Thomas Gabriel wird bei den drei Aufführungen mit Vox Musica selbst am Piano in die Tasten greifen. Die musikalische Gesamtleitung von Chor, Orchester und Band hat Christoph Dombrowski.

Karten für die Aufführungen am Samstag, 28. Dezember, um 18 Uhr sowie am Sonntag, 29. Dezember, um 14.30 Uhr und 19 Uhr sind ab 10. Oktober in Seligenstadt bei der Tourist-Info, bei Der Buchladen und bei Geschichten*reich sowie in der Hainburger Bücherstube Klingler zu haben. Die Tickets kosten 20 Euro für Erwachsene, 15 Euro für Schüler/innen und Studierende sowie 10 Euro für Kinder bis 12 Jahre. Karten können auch per Mail bestellt werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. (Tobias Schwab)

 

 
Intensives Probenwochenende in Bad Soden-Salmünster.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

          Foto: Christine Ziesecke

Willkommen bei Vox Musica!

Wir sind ein Seligenstädter Chor in den besten Jahren. 1974 gegründet, zählt Vox Musica zurzeit rund 60 aktive Sängerinnen und Sänger. Die Altersspanne reicht von Mitte 20 bis Ende 50. Uns alle eint die Freude an ambitioniertem Chorgesang.

Gemeinsam mit unserem Dirigenten Christoph Dombrowski, der seit 1993 bei Vox Musica den Ton angibt, suchen wir immer wieder neue Herausforderungen. Die liegen in sakralen Werken, Oratorien, Volksliedern, Pop, Jazz und Swing. Oft sind wir dabei auch achtstimmig unterwegs. Das Spektrum unserer Literatur kennt kaum Grenzen.

Vox Musica steht aber auch für große Musical-Inszenierungen, die wir in den vergangenen Jahren auf die Bühne gebracht haben. Zuletzt etwa die Uraufführung in deutscher Sprache von „Paris – das Troja-Musical“, davor den Seligenstädter Stoff „Eginhard und Imma“ aus der genialen Kompositionsfeder von Thomas Gabriel. Und langjährige Fans erinnern sich heute noch an „Jesus Christ“ oder „Elisabeth“.

Höhepunkt des Jahres 2018 Anfang September war unser Konzert "In 80 Minuten um die Welt" im Seligenstädter Rathaus-Innenhof, wo wir Lieder in elf Sprachen präsentierten. Den Konzertbericht "Mal kurz auf Weltreise" findet Ihr in der Rubrik "Übersicht aller Artikel".

Jetzt nehmen wir einen langen Anlauf für das Oratorium "Gabriel - im Auftrag des Herrn", das Thomas Gabriel für Vox Musica komponiert hat. Mehr darüber erfahrt Ihr im Artikel "Engel im Anflug" auf dieser Webseite. Aufgeführt wird das Werk am 28./29. Dezember 2019. Diese Termine solltet Ihr Euch schon einmal vormerken. Der Vorverkauf beginnt Mitte September.

Lust, einmal selbst in eine Probe hineinzuhören? Das ist jederzeit möglich. Wir treffen uns mittwochs um 19.50 Uhr in Seligenstadt im Vereinsheim, Steinheimer Straße 41a. Nehmt vorher bitte  kurz Kontakt zu unserem Musikvorstand Martin Bergmann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) auf. Willkommen sind bei uns Tenöre und Bässe! Frauen zurzeit nur, wenn sie sich stimmlich im hohen Sopran wohlfühlen.

Die Probenarbeit steht bei uns zwar im Vordergrund, doch hin und wieder gehen wir auch auf Tour, treffen uns zu Wanderungen und Ausflügen. Alle zwei Jahre steht eine mehrtägige Chorfahrt an. Meistens ist das mit einem Auftritt verbunden. Im Mai 2019 war Regensburg unser Ziel.

Wir freuen uns darauf, Dich bei unserem nächsten Konzert begrüßen zu können. Oder gleich in der nächsten Probe.
Herzlich willkommen!